Im Rahmen der AG gegen Rassismus fand ein Workshop zum Thema Alltagsrassismus in Zusammenarbeit mit der Extremismusprävention der schulpsychologischen Beratungsstelle Remscheid statt. Geleitet wurde dieser von Frau Hofmann und Frau Lena Hoffmann.
Im Workshop setzten sich die Teilnehmenden mit verschiedenen Formen von Rassismus und Diskriminierung auseinander. Dabei wurde thematisiert, wie rassistische Denkmuster historisch – unter anderem durch Kolonialismus – entstanden sind und bis heute wirken. Ein besonderer Fokus lag auf der Bedeutung von Sprache, auf strukturellem Rassismus sowie auf subtilen, oft unbewussten Formen der Ausgrenzung im Alltag.
Ziel des Workshops war es, für rassistische Strukturen zu sensibilisieren, Perspektiven von Betroffenen ernst zu nehmen und Handlungsmöglichkeiten für eine antirassistische Haltung im schulischen und gesellschaftlichen Alltag aufzuzeigen.
Am 11. Dezember erlebten die Klassen 9b und 9c in der 4. Stunde eine besondere interaktive Lesung mit dem Journalisten, Politikwissenschaftler und Autor Said Rezek. Grundlage seiner Präsentation war sein Buch „Bloggen gegen Rassismus“, das zeigt, wie man mutig und kreativ Haltung gegen Hass im Netz zeigen kann.
Statt eine klassische Lesung zu halten, gestaltete Said Rezek die Veranstaltung sehr dialogorientiert. Er stellte den Schülerinnen und Schülern zahlreiche Fragen, bezog ihre Erfahrungen ein und zeigte Beispiele aus dem Internet. Gemeinsam wurde darüber gesprochen, was Hate Speech ist, wen sie betrifft und wie man ihr begegnen kann.
Ein wichtiger Teil war der Umgang mit sogenannten „Hatern“. Rezek fragte die Jugendlichen, wie sie in bestimmten Situationen reagieren würden: Soll man Hate Speech ignorieren? Soll man antworten? Wie kann man eine Haltung zeigen, ohne selbst aggressiv zu werden?
Er erklärte, warum es wichtig ist, nicht einfach zu schweigen, aber gleichzeitig überlegt zu handeln. Dabei betonte er auch, wie man sich schützen kann – zum Beispiel durch sichere Privatsphäre-Einstellungen, das Blockieren von Hass-Accounts oder indem man zunächst mit einem privaten oder anonymen Account beobachtet, bevor man selbst aktiv wird.
Deutlich wurde: Das Internet ist kein rechtsfreier Raum. Auch dort gelten Grenzen, Regeln, Respekt und Verantwortung – genauso wie im Alltag. Said Rezek machte Mut, ein Bewusstsein für digitale Zivilcourage zu entwickeln und gleichzeitig die eigenen Sicherheitsgrenzen nicht aus den Augen zu verlieren.
Begleitet wurde die Veranstaltung von Frau Seibel, Frau Isik, Frau Yündem, Herrn Sykulski vom Kommunalen Integrationszentrum sowie unserer Schulsozialarbeiterin Frau Ossenberg.
Die Schülerinnen und Schüler beteiligten sich engagiert an der Diskussion, stellten Fragen und berichteten von eigenen Erfahrungen. Die interaktive Art der Lesung wurde besonders positiv aufgenommen.
Fazit: Jede und jeder kann einen Beitrag gegen Rassismus leisten – online und offline. Ein respektvoller Umgang ist die Grundlage für ein gutes Miteinander, und jede Stimme zählt.
Heute, am 25.11.2025, dem Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen, haben wir die Catcalling-Ausstellung in der Indigo-Frauenberatungsstelle Remscheid besucht. Der Termin hätte nicht passender sein können, denn an diesem Tag wird weltweit darauf aufmerksam gemacht, wie wichtig es ist, Frauen und Mädchen vor verbaler, psychischer und körperlicher Gewalt zu schützen.
Schon beim Eintreten fielen uns die großen Leinwände auf, auf denen Sprüche und Aussagen standen, die Betroffene häufig erleben – von vermeintlich harmlosen Kommentaren bis hin zu deutlich übergriffigen Anmachen. Die Ausstellung machte deutlich, dass Catcalling keine Kleinigkeit und kein Kompliment ist, sondern eine Form der sexuellen Belästigung, die viele Menschen fast täglich erleben.
In der Ausstellung wurde beschrieben, wie Catcalling entsteht, warum es verletzend ist und welche Folgen es haben kann, zum Beispiel Unsicherheit, Angst oder langfristige psychische Belastungen. Viele Beispiele erinnerten uns an Situationen, die wir selbst schon erlebt oder beobachtet haben.
Im Anschluss nahmen wir an Workshops teil, in denen wir uns austauschten, Situationen nachstellten und gemeinsam überlegten, wie man sich in solchen Momenten besser wehren oder anderen helfen kann. Wichtig war auch der Blick auf unser eigenes Umfeld: wie wir Freunde, Brüder oder andere männliche Bezugspersonen dafür sensibilisieren können, respektvoll zu handeln und Grenzen zu verstehen.
Wir erfuhren außerdem, dass in Deutschland darüber diskutiert wird, Catcalling in Zukunft als Straftat zu ahnden, wie es in einigen anderen Ländern bereits der Fall ist. Das zeigt, wie ernst das Thema inzwischen genommen wird.
Der Besuch war für uns sehr wichtig. Wir haben gelernt, aufmerksam zu sein, Grenzen zu respektieren und Betroffene zu unterstützen. Mit diesem Artikel möchten wir auch an unserer Schule ein Zeichen setzen – gegen Belästigung und für Respekt im Alltag.
(AG Mitglieder, Frau Ossenberg und Frau Yündem, Leiterin der AG gegen Rassismus an der AvH)
Mitten auf der oberen Alleestraße haben wir Platz genommen und gefragt: 👉 Was ist Demokratie? Wo steht sie heute?
Gemeinsam mit Schüler:innen der AvH, der AG gegen Rassismus, dem Neuen Lindenhof und NRWeltoffen sind viele Antworten zusammengekommen: 💬 Freiheit 💬 Gleichberechtigung 💬 Respekt 💬 Mitspracherecht 💬 Gemeinschaft
Demokratie lebt vom Mitmachen – und genau das haben wir gezeigt. 💪
Vom 2. bis 4. Juli nahmen 17 Schülerinnen und Schüler der Alexander-von-Humboldt-Realschule Ramscheid am Planspiel „Pimp Your Town!“ in Remscheid teil. Gemeinsam mit Jugendlichen der Albert-Einstein- und Nelson-Mandela-Schule sammelten sie kreative Ideen für die Stadt – und erlebten Kommunalpolitik hautnah.
Die Teilnehmenden schlüpften für drei Tage in die Rollen von Ratsmitgliedern, entwickelten Anträge und diskutierten im Rathaus ihre Vorschläge. Höhepunkt war die finale Sitzung im Ratssaal, bei der die Ideen offiziell vorgestellt und abgestimmt wurden.
Organisiert wurde das Projekt vom Verein „Politik zum Anfassen e.V.“ mit Unterstützung der Stadt Remscheid und der Partnerschaft für Demokratie. Ziel ist es, Jugendliche für Politik zu begeistern und ihnen zu zeigen, dass ihre Meinung zählt.
Die Schülerinnen und Schüler haben engagiert bewiesen: Politik ist nicht nur etwas für Erwachsene – junge Menschen können ihre Stadt aktiv mitgestalten!
Am 13. Juni bekam unsere Schule besonderen Besuch: Anas Al Qura’an von der gemeinnützigen Organisation Codetekt e.V. führte mit der Klasse 8b sowie dem katholischen Religionskurs der 9. Jahrgangsstufe von Frau Borgia einen spannenden Workshop zum Thema Fake News in sozialen Medien durch.
Unter dem Motto „Wie erkenne ich, ob eine Nachricht vertrauenswürdig ist?“ beschäftigten sich die Schüler*innen mit dem kritischen Umgang mit Informationen aus dem Internet. Im Fokus stand dabei der sogenannte Trust-Checking-Ansatz, den Codetekt entwickelt hat: Statt eine Nachricht einfach als „wahr“ oder „falsch“ zu bewerten, geht es um den Aufbau von Vertrauen durch eine fundierte Einschätzung von Quellen und Inhalten.
Gemeinsam mit Anas Al Qu’uran erarbeiteten die Jugendlichen die fünf Trust-Checking-Kriterien, die ihnen künftig als alltagsnahe Checkliste helfen können, Falschinformationen zu erkennen und besser mit Desinformation umzugehen.
Codetekt e.V. setzt sich mit Workshops, digitalen Tools und einer aktiven Community für mehr Medien- und Nachrichtenkompetenz ein – ein wichtiges Thema in einer Zeit, in der sich Informationen rasant verbreiten und nicht immer überprüfbar sind.
Wir bedanken uns herzlich für den Besuch und die wertvollen Impulse!
Dieses Jahr engagieren wir uns als AvH-Schulgemeinde mit unserem Projekt „AG gegen Rechts“.
Unser Miteinander basiert auf Respekt und Toleranz – und mit eurer Unterstützung können wir weitere wertvolle Projekte für unsere Schüler*innen auf den Weg bringen.
Am 19. Februar organisierte das Bündnis „Remscheid Tolerant“ um 17 Uhr auf dem Rathaushausvorplatz eine Demonstration. Neben dem Aufruf zur Demokratie und gegen Rechts ging es auch um das Gedenken an den Anschlag in Hanau vor fünf Jahren. Selbstverständlich war die A.v.H. (sogar mit einem kurzen Redebeitrag von Milina aus Klasse 8c und Teilnehmerin der AG „Schule ohne Rassismus) bei dieser Demo vertreten.
AG gegen Rechts der AvH im DASA Museum Dortmund, begleitet von unserem außerschuluschen Kontakt Frau Becklas und Frau Emara von NRWeltoffen. Wir bedanken uns für den schönen Tag mit vielen Eindrücken zum Workshop Respekt und den Anregungen unserer weiteren Arbeit in der AG.
Am vergangenen Freitag hatte Herr Samy Charchira (Diplom Sozialpädagoge und Geschäftsführer der Aktion Gemeinwesen und Beratung e.V. (die AGB)) mit Schülerinnen und Schülern der Alexander-von-Humboldt-Realschule in Remscheid über Radikalisierungsansprache zu diskutieren – wie man diese erkennt und sich wirksam wehren kann. Sein Ziel war es, den Jugendlichen zu helfen, radikale Ideologien zu erkennen und sich davor schützen. Die Schülerinnen und Schüler waren sehr interessiert und konnten unter anderem von ihren eigenen Erfahrungen im Internet berichten.
Der Autor Burak Yilmaz hat im Emma-Herwegh-Gymnasium aus seinem Buch „Ehrensache – Kämpfen gegen Judenhass“ vorgelesen. Unsere „AG gegen Rechts“ hat die Lesung besucht und war von dem Gehörten beeindruckt und bewegt.
In den Räumlichkeiten der Caritas in der Papenberger Straße trafen sich gestern Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrkräfte unterschiedlicher Konfession, um gemeinsam das Fastenbrechen zu feiern. Neben dem Verzehr von vielen mitgebrachten Köstlichkeiten stand ein Austausch über Traditionen und Kulturen an diesem Abend im Mittelpunkt.
Im Rahmen der Wochen gegen Rassismus fanden in Kooperation mit dem Kommunalen Integrationszentrum und der Caritas Workshops zum Thema „Antidiskriminierung“ statt. Der 19 Februar 2020 (rassistischer Anschlag in Hanau) wurde aufgearbeitet und Handlungsoptionen für angemessenes Erinnern erarbeitet.